Brustdiagnostik in der Schwangerschaft


In der Schwangerschaft kommt es zu einer Größen- und Dichtezunahme der Brustdrüsen. Es werden vermehrt Drüsenläppchen gebildet, vermehrt Flüssigkeit eingelagert und die Durchblutung der Brust wird gesteigert. Die Brustwarze und der Warzenhof zeigen eine vermehrte Braunfärbung (Hyperpigmentierung) und auf der Haut werden vermehrt oberflächliche Venen sichtbar.

Das Abtasten der Brust ist durch das vermehrte Volumen und die erhöhte Dichte des Gewebes erschwert. Schon bestehende gutartige Knoten, wie zum Beispiel Fibroadenome, können in der Schwangerschaft sehr schnell an Größe zunehmen.

Bei jedem unklaren Befund, muss immer ein bösartiger Tumor ausgeschlossen werden, der auch während der Schwangerschaft auftreten kann. Etwa 1 bis 2 Prozent
der bösartigen Brusttumore treten in der Schwangerschaft (oder innerhalb eines Jahres nach der Schwangerschaft) auf. Leider werden diese Tumore häufig zu spät diagnostiziert.

Besteht der Verdacht auf einen bösartigen Befund, sollte eine sofortige Abklärung in erster Linie durch Ultraschall und Stanzbiopsie, gegebenenfalls auch durch Mammographie erfolgen.


 

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